hmdw vorsitz
Wissenschaft, Kunst, Lehre und künstlerische Forschung stehen laut aktueller Signale des Wissenschaftsministeriums nicht im Fokus der Bundesregierung. Viele von Euch haben die jüngsten Medienberichte über die drohenden massiven Budgetkürzungen im Hochschulbereich bereits verfolgt.
Was das konkret bedeutet – und warum es Kunst- und Musikuniversitäten betrifft:
Die Universitätenkonferenz (uniko) forderte eine inflationsbedingte Erhöhung des Hochschulbudgets von 16,5 auf 18 Milliarden Euro, um einen qualitätsvollen Universitätsbetrieb in der Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 sicherstellen zu können. Stattdessen steht derzeit eine Kürzung auf 15,5 Milliarden Euro im Raum.
Was das für uns bedeutet:
Weniger individuelle Betreuung: Künstlerische Ausbildung lebt von persönlicher Begleitung, Einzelunterricht, Probenarbeit und intensivem Austausch. Budgetkürzungen bedeuten weniger Lehrende, weniger Korrekturen, weniger Coaching und damit eine spürbare Verschlechterung der Ausbildungsqualität.
Überfüllte Lehrveranstaltungen und eingeschränkte künstlerische Praxis: Weniger Personal und geringere Mittel führen zu längeren Wartezeiten, reduzierten Kursangeboten und möglichen Absagen von Wahlfächern, Workshops oder Projekten. Gerade praxisorientierte Formate wie Ensembles, Studios, Werkstätten oder Bühnenproduktionen geraten dadurch unter Druck.
Weniger Räume, Infrastruktur und Produktionsmöglichkeiten: Kürzungen treffen Proberäume, Studios, technische Ausstattung sowie Aufführungs- und Ausstellungsformate. Damit verschlechtern sich die Bedingungen für künstlerisches Arbeiten und Experimentieren unmittelbar.
Wegfall studentischer Arbeitsmöglichkeiten: Befristete Stellen für Tutor:innen, studentische Mitarbeiter:innen, Projektassistenzen oder Doktoratsstudierende könnten auslaufen und nicht nachbesetzt werden. Auch bezahlte Praktika, Produktionsbudgets und Fördermöglichkeiten wären gefährdet.
Gefährdung von Kunst, Kultur und Innovation: Eine faktische Kürzung um 14 % schwächt nicht nur die Universitäten, sondern auch den Kultur-, Kreativ- und Innovationsstandort Österreich. Betroffen sind Kooperationen, Festivals, Konzerte, Forschungsprojekte und letztlich auch die beruflichen Perspektiven von Studierenden und Absolvent:innen.
Ungleichheit für die nächste Generation: Der kommenden Generation würden schlechtere Ausbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten geboten als den vorherigen. Das ist keine bloße Sparmaßnahme, sondern eine Entscheidung darüber, welchen Stellenwert Kunst, Kultur, Bildung und gesellschaftliche Zukunft haben.
DEMO am Mittwoch, 27. Mai 2026, 13:00 Uhr
Die Hochschüler:innenschaft ruft alle Mitarbeiter:innen und Studierenden zur Teilnahme an der universitätsübergreifenden Demonstration auf.
Ab 12 Uhr ist an der mdw unterrichtsfrei und wir bitten darum, dass die Teilnahme an der Demo ermöglicht wird.
Lasst uns gemeinsam laut werden und unsere Unis retten!
Mehr Infos zum Demozug und zu unserem mdw/hmdw Zug folgen auf unserem Instagramkanal und via Mail.
Eure hmdw