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Leitfaden
hmdw- Referat für Sozialpolitik

Eine ungemein wichtige Rolle kommt dem Sozialreferat in der Interessensvertretung der Studierenden zu, insbesondere im Zusammenhang mit Stipendienvergaben an der hmdw.

Dabei möchten wir klar zum Ausdruck bringen, dass wir den Ausgleich sozialer Ungleichheit nicht als Ausdruck von Großmut seitens der Universitätsleitung halten, sondern für deren Pflicht. Gegenwärtig werden aus unserer Sicht unzulässige Bedingungen an die Stipendienvergabe geknüpft, so etwa die Forderung nach dem Nachweis ausgezeichneter Noten. Wir wollen verstärkt dafür eintreten, dass auf diesem Gebiet Gerechtigkeit und Transparenz hergestellt werden, denn wir sind der Meinung, dass soziale Gerechtigkeit nicht den Begabtesten oder Leistungsfähigsten vorbehalten sein darf. Wir fordern also eine

klare Trennlinie zwischen Leistungsförderung und der Förderung sozial bedürftiger Studierender .

Wir sehen derzeit ein Ungleichgewicht auf Kosten Studierender, die Kinder haben. Wir sehen die Notwendigkeit für die Einrichtung eines Stipendienfonds besonders für diese Personengruppe von Seiten der mdw.

Weiters betrachten wir es als unsere Aufgabe, etwaige Neuerungen im politischen Geschehen, sowohl universitätsintern als auch in bundespolitischem Zusammenhang, kritisch aufzubereiten und die Studierenden davon in Kenntnis zu setzen (über Aushänge, Homepage, qu[art]…).

An dieser Stelle sei erwähnt, dass das Sozialreferat dezidiert gegen faschistische Tendenzen in der Gesellschaft und die Diskriminierung aller Minderheiten stellt. Ungleichbehandlung jeglicher Art hat stets eine sozialpolitische Dimension . So betrachten wir beispielsweise die Verschärfung des Asylrechts als Ursache für fatale unsoziale Entwicklungen für unsere ausländischen Studierenden.

Ganz besonders von sozialen Ungerechtigkeiten betroffen sind ausländische Studierende mit Kindern. Sie sind unserer Meinung nach besonders unterstützungswürdig und brauchen eine starke Interessensvertretung und gute Beratung.

Im Zuge dessen vertreten wir die studentischen Interessen auch im Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen.

Zurzeit sehen wir grossen Bedarf an Bewusstseinsarbeit . Die Studierenden sollen besser über ihre Möglichkeiten und Rechte informiert werden. Vor allem ausländische Studierende (unter ihnen wiederum besonders Eltern), für die hmdw- Stipendien oft die einzige Quelle finanzieller Unterstützung sind, sollen besser aufgeklärt werden.

In diesem Zusammenhang wollen wir auch den Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen Sozialreferaten ausbauen und intensivieren, damit unsere Studierenden von deren Erfahrungswerten profitieren.
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